Nachts im Bett
Ich werde aus dem Schlaf gerissen.
Kein Geräusch. Kein Traum.
Nur Angst.
Mein Herz hämmert, als hätte ich einen Sprint hinter mir. Mein Körper ist angespannt, jede Faser unter Strom. Ich liege still, weil ich Angst habe, dass Bewegung alles schlimmer macht.
Was stimmt nicht?
Warum ist das da?
Ich horche in mich hinein. Jeder Herzschlag ist zu laut. Jeder Atemzug zu flach. Ich zähle. Eins. Zwei. Drei. Verliere den Überblick.
Die Dunkelheit fühlt sich bedrohlich an. Als würde sie näher kommen.
Ich setze mich auf, dann wieder hin. Mein Körper weiß nicht, was er braucht. Ich auch nicht.
Der Gedanke kommt automatisch:
Du stirbst gerade.
Ich weiß rational, dass das nicht stimmt. Aber Angst kümmert sich nicht um Wissen. Sie übernimmt einfach.
Ich sitze am Bettrand und halte mich fest. An mir selbst. Warte.
Irgendwann ebbt es ab. Nicht plötzlich. Zäh. Widerwillig.
Ich bleibe wach, weil ich Angst habe, wieder einzuschlafen.




